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Interview in der Rhein-Neckar-Zeitung 03-03-2022

Edingen-Neckarhausen. (fer) "Ich habe gerade mit meiner neuformierten Band geprobt, schließlich muss man in Übung bleiben", erzählt Tamara Pusch und lacht. In den vergangenen zwei Jahren ist der regional bekannten Sängerin und Entertainerin jedoch das Lachen mitunter coronabedingt vergangen. "Mir sind in der Zeit nahezu alle Verträge für mich als Solistin sowie mit meiner Pusch-Band geplatzt, zum Glück habe ich etwas ’Richtiges’ gelernt und konnte mich beruflich breiter aufstellen. Die Faschingskampagne ist ja ebenfalls komplett abgesagt worden."

Vor Corona war sie dort immer auf Tour, berichtet sie. Mit den "Online-Geschichten", die etliche Kolleginnen und Kollegen in der auftrittsarmen Zeit veröffentlichen haben, hat sie wenig am Hut. "Ich bin Herzblut-Musikerin und ich brauche das Publikum, um zur Hochform aufzulaufen", sagt sie. "Ich will beim Singen den Leuten in die Gesichter schauen, ihre Emotionen spüren, das alles vermisse ich so sehr." Die Zeit hatte sie genutzt, um ihre Pusch-Band neu aufzustellen. "Neben mir zählen fünf weitere Musiker zu unserer Formation. Davon sind zwei ausgeschieden, sodass wir ein Casting veranstaltet haben, welcher Gitarrist und Bassist zu uns am besten passt", erzählt sie und fügte an: "Selbstverständlich waren wir immer alle getestet." Während der Pandemie hätten viele Bands aufgeben müssen – entsprechend zahlreich seien die Bewerbungen gewesen. "Wir haben zwei tolle Musiker gefunden und sind jetzt wieder komplett", freut sich Pusch.

Der erste Auftritt mit der neuen Formation soll am 26. Juni beim Stadtfest in Neckarau sein. "Keiner weiß, wie das werden wird, und die Veranstalter trauen auch noch nicht so recht dem Frieden an der Corona-Front", sagt die Edingerin. "Ursprünglich bin ich ein Käfertäler Mädchen, aber seit meiner Heirat und dem Umzug nach Edingen-Neckarhausen, wurde ich zur Lokalpatriotin mit einem liebevollen Bekenntnis zu unserer Heimatgemeinde." Diese Herzenssache bringt es mit sich, dass die Künstlerin in der Gemeinde auch mal ohne Gage auftritt, wie beispielsweise beim Kinderweihnachtsmarkt in Neckarhausen.

Kam im Zuge von Corona die Kultur- und Veranstaltungsbranche praktisch zum Erliegen, wurden andere Arbeitsfelder stärker beackert. "Ich habe das Glück, dass ich beruflich so flexibel bin", sagt sie und ergänzt: "Nach meiner Ausbildung zur Arzthelferin wechselte ich als Groß- und Außenhandelskauffrau in den kaufmännischen Bereich und machte weiter bis zur Betriebswirtin, von all diesem Fachwissen profitiere ich jetzt sehr." In einer Physio-Praxis managt sie den Büro-Betrieb. "Dort habe ich die Stundenzahl aufgestockt, man muss sich halt umgucken, damit es finanziell weitergeht." Nebenbei schaut sie noch im Fotostudio von Ehemann Marcus Schwetasch vorbei, um sich auch dort dem "Papierkram" zu widmen.

Außerdem ist sie Mutter einer 13-jährigen Tochter, die ein Herz für Tiere hat. "Milena schleppt alles an, was kreucht, fleucht und Hilfe braucht", sagt sie schmunzelnd. Vom Mini-Igel, bis hin zum elternlosen Spatzen wird alles aufgepäppelt. Hinzu kommt noch die kleine Haustier-Menagerie bestehend aus vier Schildkröten, die derzeit Winterstarre halten, drei Meerschweinchen, fünf Kaninchen, einem Landeinsiedlerkrebs und Stabheuschrecken.

Bei aller geliebten Häuslichkeit vermisst die Herzblutsängerin aber auch die Bühne: "Einfach mal wieder rauskommen und loslegen, das wäre schon eine tolle Sache." Vorrangig steht bei der Band "Rockiges" auf dem Programm. Solistisch ist die Künstlerin gerne als Partymusikerin unterwegs. "Irgendwann muss es ja wieder normaler werden, auch wenn es nicht mehr so sein wird, wie es einmal war", ist Tamara Pusch überzeugt.

Aber wie heißt es so schön: "The show must go on."

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